Mein Stammbaum: Seth

Dargestellt in Codex Lucca: Miniatur 2



Hildegards Lehrbuch ist die Bibel. 1. Mose 2. Es war zu der Zeit, da Gott der Herr Erde und Himmel machte. Und alle Sträucher auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und all das Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen; denn Gott der Herr hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und kein Mensch war da, der das Land bebaute; aber ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land. Da machte Gott der Herr den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.


Gott wird am Anfang der Bibel nicht nur beschrieben als ein Gärtner, der aus wüster Erde und vergifteter Umwelt (Nebel) einen Garten anlegt, sondern er ist auch ein großer musikalischer Künstler. Er nimmt Erde vom Acker und bläst hinein. Es entsteht ein wunderbarer Klang – lebendiges Leben. 

 Als Gott dem Menschen ins Angesicht schaute, gefiel er ihm sehr gut. Hatte Er ihn doch nach der Gewandung Seines Bildnisses und auf Verähnlichung mit sich hin erschaffen! Der Mensch sollte mit dem Instrument seiner vernünftigen Stimme alle Wunderwerke Gottes verkündigen: Denn der Mensch ist das volle Werk Gottes. Gott wird vom Menschen erkannt, und um des Menschen willen hat Gott alle Geschöpfe erschaffen. Ihm hat Er gestattet, im Kuss der wahren Liebe durch seine Geistigkeit Gott zu loben und zu preisen. (HVB, Welt und Mensch).

Musik weckt Erinnerung

Musik ruft  Gefühle hervor, aber ihre Wirkung geht weiter: Musik weckt Erinnerung. Nach christlicher Lehre ist die tiefste Erinnerung des Menschen die seines Ursprungs: Wo komme ich her, wer bin ich? Hildegard findet eine Antwort in der Urgeschichte. Der Mensch ist ursprünglich eine lebendige Melodie Gottes, er spielt die Lebensmelodie des Schöpfers. 

Er kann auch selbst Musik machen und ist darin Gott ähnlich. Er wird darin auch allen anderen Geschöpfen ähnlich, denn jedes hat seine eigene Melodie des Lebens, in jedem nimmt die Lebenskraft Gottes eine eigene Gestalt an. 

Der Mensch aber hat die Wirklichkeit der unmittelbaren Wahrnehmung Gottes  verloren. Das zeigt besonders die Geschichte der Musik, wie sie Hildegard aus dem AT der Bibel herleitet 

 

Die Familiengeschichte von Adam und Eva

Adam und Eva, die exemplarischen ersten Menschen der Bibel, lebten in ihrer ursprünglichen Heimat in direkter Gemeinschaft mit ihrem Schöpfer.  Aber sie zerstörten diese innige Verbindung (1. Mose 3 – Sündenfall) und wurden aus dem Paradies vertrieben. Ihr Los war die „Fremde“ (Thema von Scivias). Sie bedeutete mühsame vergebliche Arbeit, Krankheit und Tod.

In ihren beiden Kindern wiederholt sich der „Sündenfall“. 

 Und Adam erkannte sein Weib Eva, und sie war schwanger und gebar Kain …Danach gebar sie Abel, seinen Bruder. Und Abel wurde ein Schäfer, Kain aber wurde Ackermann. 

Es begab sich aber nach etlicher Zeit, dass Kain dem Herrn ein Opfer brachte von den Früchten des Feldes. Und auch Abel brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der Herr sah gnädig an Abel und sein Opfer, aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädig an. Da ergrimmte Kain sehr und senkte finster seinen Blick. Da sprach der Herr zu Kain: Warum ergrimmst du? Und warum senkst du deinen Blick?  Ist´s nicht also? Wenn du fromm bist, so kannst du frei den Blick erheben. Bist du aber nicht fromm, so lauert die Sünde vor der Tür, und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche über sie. 

Da sprach Kain zu seinem Bruder Abel: Lass uns aufs Feld gehen! Und es begab sich, als sie auf dem Feld waren, erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und schlug ihn tot. Da sprach der Herr zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er sprach: Ich weiß es nicht, soll ich meines Bruders Hüter sein? Er aber sprach: Was hast du getan? Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von der Erde. Und nun: Verflucht seist du auf der Erde, die ihr Maul hat aufgetan und deines Bruders Blut von deinen Händen empfangen. ….“

 

Die Familiengeschichte des Kain

 

Kain erschlägt seinen Bruder Abel aus Eifersucht. Er wird unstet und flüchtig, ohne Heimat. Seine Familiengeschichte ist viele Generationen hindurch  geprägt von Gewalt und Totschlag

Gott schenkt ihm als Zeichen der Erinnerung an seine  Gegenwart, das sogenannte Kainmal, ein „signum“. In den folgenden Generationen bekommt man eine Ahnung, was dieses Signum bedeuten könnte. 

 Und der Herr machte ein Zeichen (signum) an Kain, dass ihn niemand erschlüge, der ihn fände…

Und Kain erkannte sein Weib, die ward schwanger und gebar den Henoch…Henoch aber erzeugte Irad, Irad zeugte Mehujael, Mehujael zeugte Metuschael, Metuschael zeugte Lamech. Lamech nahm zwei Frauen, eine hieß Ada, die andere Zilla. Ada gebärte….Jubal; von dem sind hergekommen alle Zither-und Flötenspieler

Zither und Flöte sind die ältesten Musikinstrumente der Bibel. Sie wurden wahrscheinlich aus Olivenholz gemacht. Sie erwecken die Erinnerung an den Schöpfer auf einer ganz unteren universellen Ebene. Mit ihren harmonischen Klängen erwecken sie ein Potential, das der Schöpfer selbst in sie hineingelegt hat - unabhängig von ihrem Glauben und Handeln. 

 

Der Stammbaum des Seth

Abel hat keine Nachkommen. 

 Adam erkannte abermals sein Weib, und sie gebar einen Sohn, den nannte sie Set; denn Gott hat mir, sprach sie, einen anderen Sohn gegeben für Abel, den Kain erschlagen hat.

Und Set zeugte auch einen Sohn und nannte ihn Enosch. Zu der Zeit fing man an, den Namen des Herrn anzurufen. 

Den Namen des Herrn anrufen, bedeutet eine geistige Ebene, die von der unteren Ebene der Melodie Instrumente  begleitet wird. 

 

Ein außerordentliches Meridiansystem der TCM

Hildegard beschreibt in der zweiten Vision den Körper als ein außerordentliches Meridiansystem der TCM, so wie wir es modifiziert heute in Lehrbüchern der TCM nachlesen können. Es wird zusammengehalten von einem Gürtelmeridian. Alle Meridiane können wie der Klang eines  Musikinstruments getastet werden. 

Ganz innen im Zentrum hat der Körper aber eine geistige Ebene, die ihn von innen her zusammenhält. 

mehr lesen

Schwingungsmedizin (vibration medicine)

Ein schulmedizinisches Modell, das den Körper als dynamisch schwingendes Netzwerk auffasst. Er gleicht einem Wassersystem, dessen Energiemuster in Kohärenz zueinander schwingen. (Oschman, Energiemedizin)