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Unter Vision 1 werden wir mit hineingenommen in die Arbeitssituation einer Klosterschreibstube. Hildegard in der Mitte schaut den Christus medicus. Sie ist ganz tief unten, quasi unter der Erde. Ihr Haus hat keine direkte Berührung nach oben. Himmel und Erde sind getrennt. Die einzige Verbindung ist ein Fenster von oben, durch das ein paralleles Licht fällt.

In Vision 2 kann Hildegard Christus nicht sehen. Aber ihr Haus berührt den äußeren Kreis des Feuers, den Himmel mit den Sternen.  

In Vision 3 geht Hildegard noch höher und berührt Christus im Kreis der Wasser. Sie kann ihn aber nicht direkt sehen. 

In Vision 4 berührt Hildegard den Himmel mit seinen Sternen. 

 

Hildegard lehrt mit ihrer Person, Christus als den wahrzunehmen, dem alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben ist. Alle Heilkunde ist mit hineingenommen in das Gebet an Gott den Vater, der im Himmel ist und dem Menschen auf Erden das tägliche Brot gibt. Man bekommt so einen Zugang zu der Lehre der alten Wüstenmönche, dass das Gebet die erste und wichtigste Medizin und alles andere ihm untergeordnet ist. 

 

Zu dir rufe ich, o mein Gott,

und ich erhalte Antwort von dir.

Ich bitte, und deine Güte 

schenkt mir, was ich begehre:

ich finde bei dir, was ich suche. HvB


In Vision 1 sieht Hildegard Christus durch ein kleines Fenster im Dach des Klosters.

In Vision 2 ist Hildegard quasi in das Bild hineingegangen und berührt es.  

In Vision 3 ist Hildegard quasi in das Bild hineingegangen und berührt es. Nachträglich wird später durch ein Sprachrohr eine äußere Verbindung zum Kreis  hergestellt. 

In Vision 4 ist Hildegard quasi in das Bild hineingegangen und berührt es wie in Vision 2.Man erkennt das später eingefügte Sprachrohr.