Homousie (Wesensgleichheit)

 

Homousie = Wesensgleichheit, auch Homousie (von altgriechisch ὁμοῦσιος homoũsios; unkontrahiert ὁμοούσιος homooúsios ‚wesensgleich‘), ist ein Begriff der christlichen Theologie, der das Verhältnis Gottes, des Vaters, zu Jesus Christus, dem Sohn, beschreibt. Die zentrale Aussage des Bekenntnisses von Nicäa (Nicänum) aus dem Jahr 325 ist, dass beide gleichen Wesens seien. Die Frage der Wesensgleichheit ist eine Kernfrage der Christologie (Wikipedia). 


Codex Lucca, Miniatur 1.
Codex Lucca, Miniatur 1.

Discretio:

Mann und Frau, Haus - Zahl - Struktur

Der Mann steht links (Yang Position).

Er stärkt das Yin.  

Wenn beide kohärent sind, wird ihre gemeinsame Wurzel sichtbar in neuer Lebenskraft (Vita).

Codex Lucca, Miniatur 4
Codex Lucca, Miniatur 4

Simile:

Garten - Raum - Heilmittel

Uterus einer schwangeren Frau, erkennbar an der Zahl 10 der Bäume im Jahreskreis

Wenn die Zeit erfüllt ist, alle elementaren Kräfte kohärent zueinander sind, wird die neue Wurzel sichtbar in neuem Leben (Vita). 


Haus und Garten sind zwar äußerlich verschieden, sind aber geprägt von ihrem Besitzer, Ausdruck seines inneren Wesens, seines Herzens.  


Trinität

Christus - gedacht in drei Personen - hat ein tiefes inneres Wesen, das allen gemeinsam ist: Caritas, barmherzige Liebe. Sie ist keine Eigenschaft, sondern bewirkt Entwicklung - neue Lebenskraft - eine gemeinsame Wurzel. 

 

Der göttliche und Mensch gewordene Christus spiegelt sich in der Schöpfung als Mann und Frau. Durch Opfer und Dienst wandeln sie sich in Vater und Mutter. Beide sind sich ähnlich nicht von außen, sondern eben in der inneren Haltung der Caritas. 

 

In ihrer Demut sind sie  wiederum dem Wesen der Pflanzen ähnlich, die sich opfern, um dem Menschen zum Heilmittel zu werden. Sie lassen sich auspressen, und tun das gern, um dem Menschen zu helfen.

 

Alles ist unlöslich miteinander verbunden. 

 

"Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden“ (Mt 11, 27) dieser Worte Sinn will so verstanden sein: Ich, das Wort und der Sohn Gottes, bin von Meinem Vater ausgegangen. Von Ihm ist Mir alles übergeben worden, von dem Er vorausbestimmt hatte, dass es gebildet werden sollte, so wie auch die Worte die Gedanken aussprechen, die im Herzen verborgen sind. Zu Ihm kehre Ich wieder zurück mit dem erfüllten Auftrag Meiner Inkarnation, einem Werke, das Er Mir schon in der Ewigkeit anvertraut hatte, in der Ich immerdar blieb vor der Zeit und unzertrennlich mit Ihm, der mich gesandt hat, um die Zahl aufzufüllen, die Er festgesetzt hatte.

 

Und wie Ich von Ihm die Macht erhielt, im Himmel schöpferisch zu sein, so erhielt ich auch von Ihm die Macht, unten in der Welt die verlorene Schöpfung wieder herzustellen. In der wahren Voraussicht Gottes lag ja alles in Ewigkeit geborgen, was künftighin werden sollte, was Er späterhin durch Sein Wort, Seinen Sohn, schaffen wollte; ihm übertrug Er die Macht, das, was Er erschaffen hatte, auch u erlösen und zu lenken. So übergab Er alles Seinem Sohn, der vor aller Zeit in der Gottheit des Vaters mit Ihm in der gleichen Wesenheit ewig war.“ (WM 262)


Jedes Lied Hildegards beginnt mit O.

 Auf diese Weise ist Gott rund, einem Rade (Rota = Rotation) ähnlich. Alles schafft ER, das Gute will und vollendet er. Denn Gottes Wille hatte alles vorbereitet, was Gottes Wort erschaffen. (LDO IV Ende)


Lob sei der Dreieinigkeit

die Klang ist und Leben und die Schöpferin aller und das Leben aller ist.

Die Gemeinschaft der Engel lobt sie,

siehst wunderbarer Glanz der Geheimnisse,

die die Menschen nicht kennen,

und in allem ist sie die Lebenskraft.