Codex Lucca: Miniatur 1

Ursprünglich sah das Bild so aus: Christus trägt das Lamm. 

zum Vergrößern klicken

 

in der heutigen Fassung  trägt Christus dazu ein Schwert 


Die erste Miniatur visualisiert die Einleitung und erste Vision von LDO.

Der Mainstream zu Hildegards Zeit war der Aufruf zu den Kreuzzügen. Eine Erinnerung daran sieht man in der ersten Miniatur. Vergleicht man Bild und Text, so hält Christus in den Händen ein Lamm und gerade kein Schwert. 

mehr lesen 


LDO I, 3. Denn was du im Geheimnisse Gottes als wunderschöne Gestalt erblickst, gleich wie ein Mensch gebildet, sinnbildet die Liebe (Caritas) des himmlischen Vaters. Sie erscheint in Gestalt eines Menschen, weil der Sohn Gottes, als Er sich mit dem Fleische bekleidete, den verlorenen Menschen im Dienst der Liebe erlöste (WM 27).

 


Autorenbild

Unter der Miniatur hängt - wie angeklebt - das Autorenbild und öffnet den Blick  in eine  Klosterschreibstube. Hier wurden noch "wissenschaftliche" Schriften verfasst ähnlich  heute  in der Universität. In der Mitte erkennt man Hildegard von Bingen. Sie "schaut" den Heilenden Christus über sich und diktiert ihre Vision dem gelehrten Benediktinermönch Vollmar, der das Bild in eine lateinische Schriftsprache übersetzt. Im Hintergrund eine unbekannte Nonne.

So ist das Werk Liber Divinorum Operum entstanden, die historisch älteste Schrift, die  von Hildegard von Bingen erhalten ist. Es dient uns hier als Leitfaden der Medizin. 


Entdecke die Medizinische Bedeutungsebene