Heilmittelbild Schaf

In Israel gehören Schafherden zum Alltag. Man meint, die Zeit sei stehen geblieben. Unzählig viele Geschichten in der Bibel handeln von Schafen und ihren Hirten. Sie sind wie ein Leitbild, das sich durch die Bibel zieht. Der gute Hirte ist das Symbol des Christus medicus. Er ist zugleich auch das „Lamm“ Gottes. So wundert es nicht, dass das Schaf eins der wichtigsten Heilmittel christlicher Medizin ist. 

Menschen und Politik haben sich inzwischen verändert - aber die Schafe  sind geblieben.  Ich denke oft, wie genial die Idee war, seine Medizin nicht an einer Theorie auszurichten. Wir könnten sie heute vielleicht mehr verstehen. Aber Schafe stehen uns nah. 

 

Schafe und Ziegen

Ravenna, Basilica S Apollinare

 In der Basilika S. Apollinare in Ravenna sehen wir  sehr alte Darstellungen Christi (ca 6. Jhd?)

Im Endgericht unterscheidet Christus zwischen Schafen und Ziegen. Beide stehen dem Menschen nah, beide werden in Physica und moderner TCM nicht unterschieden. Der Sinn der Geschichte erschließt sich durch die Homöopathie: beide haben ein  verschiedenes Wesen. Sie werden zuerst "homöopathisch" verstanden. 

Eine ähnliche Erfahrung machen wir, wenn wir das Schaf in LDO betrachten. Es ist anders als in Physica oder der modernen TCM. In beiden wird nicht (mehr?) zwischen Schaf und Ziege unterschieden. 


 Meine erste Erfahrung mit Schafen machte ich in einem kleinen Dorf in der Nähe von Freiburg, wo meinem Mann eine Pfarrei zugeteilt worden war. Unsere Familie bewohnte ein altes Pfarrhaus mit einem Garten und einer großen Obstwiese. So hatten wir genug Platz für Schafe. Sie waren sehr pflegeleicht und begleiteten uns das ganze Jahr über. 

Im Frühling wurden die Jungen geboren, ein großes Ereignis für die ganz Familie. Dann kam der Schäfer und schor die Schafe.Im Sommer waren sie unsere lebendigen Rasenmäher, im Herbst wurden die Jungen geschlachtet. Die Lammfelle benutzen wir heute noch nach vielen Jahren. Ein Schaf zog ich mit der Flasche auf. Es war so zahm, dass es bis ins Wohnzimmer hinter mir her lief. Natürlich haben wir es gleich wieder vertrieben, aber wir wussten: die Schafe gehören zu uns. 



Eine Erinnerung an das Paradies

Makrokosmos

Ein Schaf gehört zu den ältesten Haustieren der Menschheitsgeschichte. Wir nehmen heute an, dass es vor etwa 10 000 Jahren aus dem armenischen Mufflon domestiziert wurde. Für Hildegard ist die Tatsache der langen Domestizierung ein Hinweis darauf, dass diese Tiere uns von ihrem ganzen Wesen her sehr ähnlich sind, sonst würden sie sich nicht so mit uns verbinden. 

In der tiefgründigen Mythologie der Bibel ist die Heimat des Schafes das Paradies, jedenfalls in den Augen Hildegards. Gott der Gärtner war auch ein guter Hirte. Sonst hätte er kein Fell zur Hand gehabt, um Adam und Eva nach dem Sündenfall zu bekleiden (Gen 3, 21). Hildegard versteht darunter wie selbstverständlich ein Schaffell. 

 

Gott bedeckt die Nacktheit durch sein gefälliges Entgegenkommen: 

Statt seines leuchtenden Kleides (das ursprüngliche Gewand des Menschen) erhielt er ein Schaffell,

und das Paradies verwandelte er in das Exil. HvB, LDO I 15.

 

Alte Steintafeln in Ravenna aus dem 6. Jahrhundert zeigen das Schaf im Paradies, wie es vom Baum des Lebens frisst. Es ist eigentlich erstaunlich, dass es gerade ein Schaf ist, denn das Schaf ist ein Tier des kleinen Mannes und eigentlich etwas ganz alltägliches. 

Ein ähnliches Motiv findet man in der griechischen Heilkunde, aber hier ist es die Schlange, die sich vom Lebensbaum ernährt.


Sanftmut

Der Kreis der Tiere in Vision 2:

Schaf, Löwe, Schlange  

Wolf, Bär, Krebs

Panther, Hirsch

Mikrokosmos Mensch

Der Mensch ist geprägt von der Erinnerung an das Paradies - bis in seinen Körper hinein. Das Paradies ist Symbol des Anfangs unseres Lebens, es ist ganz tief in uns hinein verwoben. Mensch und Schaf haben eine  tiefe Kommunikationsebene.  

 

Die Lebensmelodie tasten. 

In Vision 2 von LDO beschreibt Hildegard, wie sie ein Schaf im Körper (Gesicht) tasten kann. Es gehört zu dem „Kreis der Tiere“, dessen medizinische Bedeutung heute eigentlich nicht bekannt ist.  Man findet ihn im  Alten Testament bei dem Propheten Hiob.  Der Mönchsvater Evagrius Ponticus führt die Lehre der acht Tiere weiter aus als „Lehre der Gedanken“. 

Ich persönlich denke, dass es zu einem außerordentlichen Meridiansystem gehört, das in der TCM beschrieben wird. Die Meridiane dieses Systems werden vollkommen individuell verstanden. Leider weiß ich darüber zu wenig, um es hier behandeln zu können. 

Sanftmut

Was wir tasten können, ist nicht das Schaf an sich, sondern seine "Sanftmut" - d.i. seine "Tugendkraft", die ganz konkret ein Teil unserer Körperfunktionen ist. Es ist das "Opfer - Aggressor - Verhalten". 

 

Der Körper demonstriert eine wichtige  Eigenschaft, die unsere Seele lernen muss.

Der „Heilandsruf“ Christi:Kommet her alle, die ihr mühselig und beladen seid - ich will euch erquicken. Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen (Mt 11,28). 

 

 


Ravenna

Mose - der Schafhirte - war sanftmütig. 

Ein Schaf rennt bei Gefahr nicht unbedingt weg, es kann sich sehr gut wehren. Das beobachtete ich an unserem Mutterschaf. Es weidete angepflockt hinter unserem Haus, als es ein riesiger Hund reißen wollte. Er rannte laut bellend auf es zu und sprang es an. Das Schaf wartete still auf den Angriff, senkte nur ein klein wenig die Stirn, um den Hund im richtigen Moment mit einer einzigen kleinen Bewegung des Kopfes meterweise durch die Luft zu schleudern. Dann graste es weiter, als sei nichts geschehen.  Der Hund hielt seitdem respektvoll Abstand, auch wenn er viel stärker war. 

Adam und Mose - beide fehlbare Menschen. Aber Mose ist in seinem Herzen einen Schritt auf Gott zugegangen. Er hat sich zuerst mit dem Schwert gegen die Unterdrückung seines Volkes gewehrt. Aber nach den langen Jahren als Schafhirte hat er gelernt, und er tritt Pharao ein zweites Mal mit dem "Stab" entgegen  (und nicht mit dem Schwert) und erreicht sehr viel mehr. 

 

Eine sanfte Heilmethode ist die Grundlage der Hildegardheilkunde! Aggressive Therapien gehören nicht dazu!

 

Die Tür zu den Schafen, d.h.hier zu diesem Verständnis der Heilkunde, ist Christus. Das Schaf kommt nicht nur schon im Paradies vor - es ist das erste Heilmittel, das Gott dem Menschen gibt. Es ist quasi das exemplarische Heilmittel, an dem man den Gebrauch von Heilmitteln allgemein studieren kann. 

Die Kirche bekennt: Christus - für uns gegeben. Er ist unser Heilmittel!


Opfer

 

Das Schaf im Paradies musste geschlachtet werden, damit es uns zum Heilmittel werden konnte. Nach Überzeugung Hildegards opferte es sich gern.

In Vision 1 zeigt Christus die Gestik des Opfers. 

In seinen Händen hat er das Lamm....

 

Er ist der gute Hirte und seinem Wesen nach dem Schaf ähnlich. Das gilt auch für den ersten Hirten der Bibel - den Schöpfer selbst.

Die Natur ist vom Opfer geprägt. Sie ist nicht einfach Natur, sondern Schöpfung eines liebenden Gottes. 

 

Der zweite Hirte - Abel - zeigt, dass der Mensch grundsätzlich auch so geschaffen ist. Abel wehrt sich nicht, als er von Kain erschlagen wurde. 

 

 

 


Unsere Welt ist geprägt von aufopferungsvoller Liebe. So begann mein eigenes Leben. Meine Mutter dachte nicht an sich selbst, als sie mir das Leben schenkte (zu Hildegards Zeit war der Tod im Kindbett normal). Wir sind geboren unter den Schmerzen einer Mutter. Wir leben vom Opfer der Natur. So fügen wir uns ein in die Harmonie zwischen Himmel und Erde.

 Mein Körper opfert sich für mich auf, bis er nicht mehr kann und zugrunde geht. Er versucht so gut wie möglich alles mitzumachen, was ich ihm befehle.  Wenn ich mich auch aufopfere, dann ist die Harmonie vollständig. Darauf kann mein Körper reagieren. Er wartet darauf. Es ist der „Rat (nicht Zwang!) der Liebe, den alle Adern des Menschen mit Verlangen aufnehmen“ (LDO X - 9). 

 

 Warum sind Produkte aus Schafen so gesund?

„Es sind die seelischen Aspekte, die beim Fleischverzehr krank machen: die Seelenlosigkeit, die Kälte, mit der der Mensch mit dem Tier umgeht. Das alles macht ihn krank. Sein Verhalten wird durch die Angst des Tieres, den Schock beim Schlachten und die Brutalität, wie es gehalten wird, verstärkt….Schaffleisch ist durch negative Emotionen nicht so stark belastet und weniger krankheitserzeugend“. (Ravi Roy, Homöopathischer Ratgeber, Mensch und Tier S. 108). 

 

Die Tatsache des Opfers zeigt eine  tiefe Verbindung der Heilmittel untereinander. Nach Genesis 3 kann eine Schlange heilen, wenn sie aufgehängt (getötet) wird (Joh. 3) und man ihr Gift entnehmen kann. Es ist in der Homöopathie eins der größten Heilmittel der Menschheitsgeschichte. 

 

Orientierung

 

Ein Schaf hat in sich einen merkwürdigen Widerspruch. 

  • Es kann sich nicht orientieren. Es ist ohne einen Hirten verloren.Trotzdem läuft es fort und muss bewacht werden.
  • Das Schaf kennt seinen Hirten. Es kann sich visuell Gesichter sehr gut merken und vor allem vertraute Personen an der Stimme erkennen. 

In der Heilkunde spricht man hier von einer Polarität. Das eine ist richtig, aber das andere auch. Die bekannteste Polarität ist Yin und Yang der TCM. 

Christus zeigt diesen Widerspruch ebenfalls:

  • Er ist der Sohn des Vaters, den er kennt vom Sehen und hören. 
  • Er kann sich nicht orientieren, wird Mensch und stirbt. 

Wir werden erinnert an die Geschichte vom verlorenen Schaf. Lukas 15, 3 ff  Der gute Hirte kann sich nicht orientieren. Er setzt 99 Schafe den Gefahren der Wüste aus, um ein einziges Schaf zu finden. 

Diese Geschichte will zeigen:

  • Der Mensch ist von Gott geschaffen. Er kennt Gott von Angesicht zu Angesicht und kann seine Stimme hören. Das ist sein Potential, das tief in ihm liegt von Anfang an. 

Der Mensch ist geschaffen zu Gottes Bild und zu Seiner Ähnlichkeit

(und nicht zur Ähnlichkeit mit der Natur). HvB LDO

  • Die Geschichte vom Sündenfall zeigt: Der Mensch kann sich nicht orientieren. Er verwechselt Geschöpf und Schöpfer. Diese Orientierungslosigkeit geht tief in seinen Körper hinein.  Moderne Versuche in der Sahara zeigen: Ohne einen äußeren Fixpunkt (Kompass, Sternbilder) läuft ein Mensch immer im Kreis herum.

 

 Dass der Mensch ungerecht und böse ist - das hat Gott nicht geschaffen (Jesus Sirach). 

  

 

Das Schaf ist nicht einfach ein Heilmittel, das man zu sich nimmt - es ist ein Heilbild für unsere Seele.  Für Hildegard hat der Glaubende die Aufgabe, sich täglich in einem "Spiegel" zu betrachten. Erkenne dich selbst und stelle dich der Wahrheit über dich selbst. Du denkst, du bist ein Mensch, und in Wirklichkeit gleichst du einem Schaf - ohne Orientierung. Du hast nicht dein eigenes Potential entwickelt, mit dem dein Schöpfer dich geschaffen hat. 

Die großen Polaritäten der Natur wie Yin und Yang zeigen dir, was mit dir los ist. Du hast eine Yin Schwäche und musst dein Yin stärken. Du brauchst mehr im Herzen mehr Demut, Opfer und Hingabe.

 

Entgiftung

 

Gen 3 zeigt noch ein weiteres Thema der Schafe - die Entgiftung. Die Schlange hat ihr geistiges Gift weitergegeben. Die Atmosphäre ist  vergiftet, verglichen mit der Zeit vorher, in der Gott Abends zu den Menschen kam und mit ihnen die Zeit verbrachte. Der Mensch braucht Entgiftung - und dabei hilft ihm besonders das Wollfett. 

In der Homöopathie weist Fett hin auf das Thema des engen Raums. Man denke hier an das gemästete Kalb in der Geschichte vom verlorenen Sohn. 

 

 

 

 

Der enge Raum - Doodle einer Patientin. Sie fühlt sich eingeschlossen und beengt, obwohl es den äußeren Tatsachen nicht entspricht. Es ist eine Wahnidee und zeugt von Krankheit. 


 Warum entgiften? Eine moderne Erklärung

In diesem Jahr erhält der japanische Zellbiologe Yoshinori Ohsumi den Nobelpreis für Medizin. In der Sprache unserer Zeit stellt er dar, wie unser Körper uns liebt und jede Zelle grundsätzlich zum Opfer und Abbau bereit ist, damit wir nicht krank werden: Zellen haben die Fähigkeit, sich gewissermaßen selbst zu fressen: Sie bauen eigene Bestandteile ab, die der Organismus verwerten kann. Auch Fehlentwicklungen in der Zelle können durch diese Prozesse beeinflusst werden. Dieser Recyclingvorgang dient auch dazu, Viren oder Bakterien abzuwehren, ist also ein wichtiger Bestandteil der Immunabwehr des Körpers. Funktioniert dieser Autophagie genannte Prozess nicht mehr, erstickt die Zelle an ihren eigenen Abfallprodukten. Das kann zu schweren Krankheiten wie Demenz, Alzheimer, Parkinson oder Diabetes Typ 2 führen. Die Forschung des Zellbiologen könnte es eines Tages möglich machen, ein solches gestörtes Zellrecycling künstlich wieder anzustoßen.

Praxis

 

Schaf und Mensch sind sich in einem breiten und tiefen Spektrum ähnlich. Das Schaf ist darum ein Universalheilmittel und kann eigentlich bei jeder Krankheit empfohlen werden. Es ist das Tier des armen Mannes, und darum hat eigentlich jeder eine Apotheke, die er sich leisten kann. 

 

Homöopathie

 

Potenzierte Schafsmilch (Lac ovinum)

Schafsmilch enthält alle Informationen des Schafes. Es wird in hoher Potenz gegeben (ab LM6). 

Die Symptome moderner Praxis richten sich nach den Themen des Schafes:

  • Unverträglichkeit von Wolle, Hautprobleme.
  • Orientierungslosigkeit: Kind steigt in jedes Auto
  • zu große Opferbereitschaft (Helfersyndrom), seelischer und körperlicher Missbrauch, die große Bedeutung der Mutterschaft

Wollwachs (Adeps lanae - Lanolin)  ist  heute unbekannt und wird nur in niedrigen Potenzen hergestellt. Hier öffnen sich Möglichkeiten der Forschung.

 

Physica

 Die Schaffelle sind zur Kleidung des Menschen gut, weil sie dem Menschen weder Hochmut noch Begierde noch Krankheit bringen, wie es bei andern Tierfellen geschieht, darum gab auch Gott dem Adam eine Kleidung aus Schaffellen. Physica 7, 15. 

 

In Physica wird wie in der TCM nicht getrennt zwischen Schaf - und Ziegenfleisch. Die weiteren Rezepte sind daraus entnommen. 

 

Wollwachs (Lanolin)

Wollwachs nennt man das schützende Fett der Schafwolle. Es wirkt stark entgiftend, d.h. es hat die Eigenschaft, das Gift der Umgebung aufzunehmen. Man sollte nur reines Pestizid freies Lanolin aus Apotheken oder Naturkostläden beziehen. Es trägt dazu bei, die Schafe warm zu halten und macht ihre Wolle einigermaßen wetterfest. Diese zähe, dicke Substanz ist unserem eigenen Hautfett am ähnlichsten, so dass sie dem Menschen optimal Feuchtigkeit spendet.“ (Gladstar, Heilkräuterrezepte S. 129). Sie macht die Haut weich und geschmeidig. Lanolin ist Grundlage guter Hautpflege Cremes. 

Ich füge den Cremes Myrrhe- und andere ätherische Öle zu, um die entgiftende Wirkung zu verstärken. 

 

Wirkung und Anwendung von Lanolin

 

Temperatur ausgleichen

Die Haut „stellt die äußere Begrenzung des Organismus dar und gilt als Kontaktfläche zwischen der Innen- und Außenwelt“ (Focks, Leitfaden der TCM 2.4).

Sie teilt praktisch den Körper in „innen - und außen“. Ein Schaf- oder Lammfell oder Kleidung aus Wolle wirken Temperatur ausgleichend und umgeben den Körper wie eine zweite Haut, die innen und außen verbindet. 


Abwehr stärken

Die Haut hat einen Bezug zur Lunge, die für das Immunsystem und den Abwehrmechanismus im Körper zuständig ist (ähnlich der TCM). Mit Cremes aus Lanolin kann man gezielt das Abwehrsystem stärken. . 


Säuglingspflege

Eine große Bedeutung hat das Lammfell in der Säuglingspflege, um Temperaturschwankungen auszugleichen und Erkältungskrankheiten vorzubeugen. Lammfell im Kinderwagen und Bett, Schlafsack, Lammmützen, Handschuhe, Schuhe 


Hautpflege

  • Lanolin reguliert den Wasserhaushalt und speichert die Feuchtigkeit. Sie macht die Haut glatt und geschmeidig. Besonders bei rauher und grober Haut.
  • Lanolin verstopft die Talgdrüsen nicht und wirkt in die Tiefe
  • Lanolin ist geruchs- und geschmacksneutral und eignet sich zur Pflege der Brustwarzen für stillende Mütter. 
  • bei strapazierter Haut durch Sonne und UV- Strahlen

Wundheilung

  • Lanolin bei Wundheilung, besonders oberflächliche Hautwunden
  • verhindert das Wundliegen von Babys
  • als Nasensalbe zur Pflege der Schleimhäute

Rezept Wollwickel bei Fieber (Physica 7,15)

 

Indikation

Fieber (täglich, dreitätig, viertägig) mit Schüttelfrost


Therapie-

strategie

Wärme tief in den Körper eindringen und zum Genesungsschlaf führen lassen. 


Zutaten

 

Wolle von einem männlichen geschorenen (lebenden) Schaf ohne Fell. Lanolin


Zubereitung

Lanolin erwärmen. An dem Teil, wo die Wolle an der Haut des Widders war, die Wolle mäßig mit dem erwärmten Lanolin besprengen, am Feuer (im Backofen) erwärmen Fell. 


Anwendung

auf Magen, Brust und Schultern des Patienten legen, dass er warm wird und einschläft. 

Während der Dauer der Krankheit ständig wiederholen. 

 


Ernährungstherapie

 

Schaffleisch ist für gesunde und kranke Menschen gut zu essen (Physica 7, 15). 

 

Alte Heilkunden unterscheiden nicht grundsätzlich zwischen spezieller Heilmitteltherapie und Ernährungstherapie. Auch mit der richtigen Ernährung kann man nachhaltig heilen.

Für eine gute Heilwirkung ist es wichtig, das Fleisch schonend und lange zu kochen. Nur für den besseren Geschmack kann man es vorher kurz anbraten. Die Heilwirkung wird unterstützt durch Gewürzpflanzen. Ich selbst nehme Thymian, Rosmarin, Beifuss und eigentlich alles, was ich im Garten habe. Die Chinesische Medizin verbindet die Ernährungstherapie sehr bewusst mit Heilpflanzen. Die Indikationen nach der Arzneimittellehre Physica entsprechen im Wesentlichen der TCM. Vergleichende Rezepte habe ich entnommen dem Lehrbuch von Wu Yanping, Ernährungstherapie mit Chinesischen Kräutern. Sie differenziert nicht  wie Physica zwischen Schaf- und Ziegenfleisch. 

 

Indikation

Schwäche und Appetitlosigkeit

aus einer gestörten Ordnung von Yin und Yang folgt Schwäche

Rezept aus Physica

Aber jener, der am ganzen Körper schwach ist und dessen Adern welk sind, der schlürfe oft vom Saft des Schafsfleisches und von der Suppe, in der es gekocht wird, wenn er will, und er esse mäßig Schafsfleisch. Und wenn er sich erholt hat, esse er genügend davon, wenn er will. 

 


Magenschmerzen und Verdauungsstörungen

Der Mensch esse oft und genügend Schafleber, und es mindert den Schleim in ihm und reinigt den Unrat seines Magens (TCM: Lammfleisch).

 


Lungenschwäche, chronischer Husten, Asthma. von innen heilen

Wer auf der Brust hustet und wer den Atem ohne Lungenschmerz nur schwer einzieht und ausstößt, der esse oft Schafslunge, und es wird ihm auf der Brust besser gehen. 

 


Infertilität (Unfruchtbarkeit) der Gebärmutter

Eine Frau, deren Gebärmutter innerlich kalt und zu zart ist, um zu empfangen, die koche die Gebärmutter eines Lammes oder eines Kalbes, wenn sie noch rein ist, so dass sie mit keiner Frucht schwanger war noch ist, zusammen mit Speck und anderem fetten Fleisch, wenn sie in Verbindung mit ihrem Gatten ist. Und solches Fleisch werde häufig gebraucht.


 

Rezept der TCM bei Lungenschwäche

 

200 g Lammfleisch

200 g Möhren

10 g Fructus Psoraleae (Asphaltklee)

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klein schneiden,

in 500 ml Wasser 40 min kochen

3 g Ingwer

3g Mandarinenschale

Öl, Salz, Sherry

zugeben,

als Suppe essen

1-2 mal pro Woche 7 Tage lang. 


O du,

o Hirte des Seins,

Du Ruf aus der Frühe

durch den wir alle ins Dasein getreten:

Dir nun,

Dir allein möge huldvoll gefallen,

uns zu befreien:

frei zu machen

aus allem Elend,

frei von dem Siechtum,

an dem wir alle sehr leiden (HvB).