Arzneimittelbild Schwein

Quelle: LDO, Physica VII-18

 

 Der Mensch gleicht in seinem Genom am meisten dem Schwein. Es ist ein wichtiges Heilmittel der Klosterheilkunde und gehört zu den Tieren, die im NT zu dem Umfeld von Christus gezählt werden. Es handelt sich dabei um ganz besonders zerstörerische Situationen. 

Am bekanntesten ist die Geschichte vom verlorenen Sohn aus dem Evangelium des Lukas (Lk 15). An ihr kann man die homöopathischen Symptome des Schweines studieren. 

 

Moderne Arzneimittelprüfung der Homöopathie

Verabreicht man gesunden Versuchspersonen Lac suinum (Schweinemilch) in homöopathischen Potenzen, so erhält man folgende Symptome: 

 

„Das primäre Gefühl ist, missbraucht, ausgestoßen, zu Unrecht verurteilt oder sitzen gelassen worden zu sein. 

 

Viele Prüfer reagierten wütend und voller Hass.“ Sie „quieken“ wie Schweine, begehren auf. 

„Hier wird alles ausgelöscht und getilgt. Man muss mit allem Schluss machen, muss es ausradieren, abschaffen und endgültig beseitigen. Man kann dazu gezwungen werden aufzuhören oder zu fliehen, oder man kann ausgestoßen und hinausgeworfen werden. Man muss alles loslassen, auch die Erinnerungen. Das kann befreiend wirken, und man streift alle Fesseln ab. Man kann sich auch mit Humor verabschieden. Das Gegenteil ist das Festklammern an Dingen oder sich diese einfach rücksichtslos zu nehmen, ohne zu fragen.“  (Farokh J. Master, Milchmittel in der Homöopathie S. 150ff) 

 

In einem Fall, der mit dem Mittel geheilt wurde, hatte das Kind einen Geruch, der an einen Schweinestall erinnert. Es handelt sich oft um traurige Fälle von Menschen, die ausgestoßen und am Rand der Gesellschaft legen. 

 

Im Handel erhältliche homöopathische Arzneien:

Schweinemilch (Lac suinum), Schweinemilz, Schweinegalle, Pankreasenzym vom Schwein, Schweineschmalz

 

Schwein in LDO III - 16

HvB leitet aus den natürlichen Verhaltensweisen der Schweine die möglichen Ausdrucksweisen ab, die sich im menschlichen Verhalten widerspiegeln können.“ 

 

Wie der Mensch krank wird

Denn wenn sich die Gedanken im Menschen verloren und verhärten und so auf eitle Abwege geraten, dann berühren sie die Lebergefäße, so wird deren Feuchte vermindert wie auch in der Brust. …

 

Die Feuchtigkeit der Selbstbeherrschung, die gleichsam in seinem Nabel  die Gier hätte vernichten sollen, wird durch dieses verbohrte, harte und unrechtmäßige Denken vertrieben und nicht mehr vom Tau des Heiligen Geistes benetzt. Wenn er aber diesen Geist verläßt, dann faulen seine Sünden in böser Gewohnheit, so dass sie in allem offenkundig werden wie der Aussatz an seinem schlechten Geruch…

 

Im Hause Israel sah ich Grässliches, dort ist Israel geschändet in Unzucht“(Hosea 6, 10). Das will folgendermaßen verstanden werden: In jenen Schlupfwinkeln liegt dieser Mensch ruhig und satt in seinen Sünden, der doch Gott mit wachem Herzen anschauen sollte: Ich aber, der ich alle verborgenen Winkel durchforsche, bemerkte das unaussprechlich Hassenswerte, die Verfehlung in Unreinheit und Unzucht, in der er sich wälzt, wie dies ein Schwein in seinem Schlamm zu tun pflegt. Er, der die Reinheit suchen und anschauen und umarmen sollte, hat sich nun in allem verächtlich und schwächlich gemacht.

 

Schwein in Physica VII - 18

Physica hat noch eine Erinnerung an einen ehemaligen homöopathischen Gebrauch. Man darf nicht zu viel davon nehmen, sonst erlebt man eine Arzneiprüfung. 

 

Rezept Schwein bei Schwäche

Aber ein Mensch, der sehr krank ist, so dass er an seinem Körper abnimmt und dürr ist, der esse mäßig von jungen Schweinchen, während er krank ist, damit er von ihrer Wärme dazugekonnt, und nachdem er genesen ist, esse er nicht mehr von den Schweinchen, weil dies wiederum die Krankheiten in ihm vermehren würde. 

Wildschwein hat die gleiche Natur wie das Hausschwein, ausgenommen, dass das Wildschwein reiner als das Hausschwein ist (Physica). Heute wird man wegen der Schweinehaltung auf jeden Fall Wildschwein bevorzugen. 

 

Schwein in der TCM

In der Ernährungstherapie der TCM ist Schwein ein vielseitiges Mittel. Man verwendet Schweineblut, Schweinedarm, Schweinefleisch, Schweinehaut, Schweinshaxe, Schweineherz, Schweinehirn, Schweineleber, Schweinelunge, Schweinemagen, Schweinemarkknochen, Schweineniere, Schweinefuß.

 

Abschliessende bemerkungen

 Die meisten Religionen lehnen Schweinefleisch ab. Es ist (zu Recht) das Ernährungsmittel der Armen und ausgestoßenen Klassen. Aber nach christlichem Verständnis liebt Gott gerade die Armen. Das wird in diesem Heilmittel offensichtlich.

Die Klöster zogen von Anfang an Schweine, und auch heute halten sich in der Schweiz manche städtische Nachbarschaftsverbände eine Quartierssau, um Essensreste zu verwerten.  

Ich habe viele Menschen getroffen, die mir von der Hungerzeit im Krieg erzählten,  und wie dankbar sie für ihr Schwein waren.


Zum Heiligen Geist 

 

O Feuer, Geist, Tröster,

Leben des Lebens aller Welt,

heilig bis du, du belebst die Geschöpfe.

Heilig bis du, du salbst die gefährlich Geschwächten, heilig bis du, du reinigst die stinkenden Wunden. 

 

Belebender Raum der Heiligkeit,

Feuer der Liebe,

o süßes Schmecken in unserem Inneren,

in unser Herz gießt Du ein den Wohlgeruch der guten Kräfte.

O reinster Quell, in dem wir betrachten,

wie Gott die Entfremdeten sammelt und die Verlorenen sucht.

 

O Schutzraum des Lebens 

und Hoffnung der Glieder auf Einheit

und o Gürtel der Ehrbarkeit, heile die Seligen.

Schütze die, die vom Feind gefangen sind,

und befreie, die gefesselt sind,

die göttliche Kraft will sie heilen.

Stärkster aller Wege, der alles durchdringt,

in den höchsten Höhen, auf der Erde und in allen Tiefen.

 

Du vereinigst alles.

Durch dich ergießen sich die Wolken, fliegt die Luft,

haben die Steine Feuchtigkeit, bildet das Wasser Bäche

und bringt die Erde lebendiges Grün hervor.

Du erziehst auch die Gelehrten und machst sie glücklich durch weise Inspiration.

 

Darum sei Dir Lob, der Du der Klang des Lobes bist und die Freude des Lebens und die Hoffnung und große Ehre.

Du gibst die Gabe des Lichts. 

HvB, Symphonia Lied 19